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Schweiz: Solarvereinigung fordert einfache und verlässliche Regeln für Photovoltaik

Der Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz läuft gut. Doch er reicht bei weitem nicht aus, um die Ziele für 2035 und 2050 zu erreichen. Mit dem jetzigen Kurs verfehlt die Schweiz diese Vorgaben deutlich, wie die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) feststellt. Schließlich hat sich die Schweiz das Ziel gesetzt, bis 2035 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 35 Gigawatt zu betreiben. Derzeit liegt dieser Wert bei rund zehn Gigawatt.

Nach Angaben der SSES müssten deshalb jedes Jahr Anlagen mit einer Leistung von 2,8 Gigawatt neu errichtet werden. Die Marktentwicklung ist aber derzeit rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden neue Anlagen mit einer Leistung von nur 1,3 Gigawatt gebaut. Doch auch der gute Zubau von 2024 von 1,8 Gigawatt würde nicht ausreichen.

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Vergütung zu Marktpreisen hat sich nicht bewährt

Der Rückstand zur Zielerreichung wachse mit jedem Jahr, wenn nicht rasch wieder Investitionssicherheit für Anlagenbetreiber geschaffen werde, warnt der Verband. „Wir müssen den Solarzubau wieder auf Zielkurs bringen“, fordert Urs Scheuss, Geschäftsleiter der SSES. „Dazu braucht es jetzt Anpassungen, damit wir wieder verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben.“

Er kritisiert die Einführung der Vergütung von eingespeistem Solarstrom zu Marktpreisen und die niedrige Minimalvergütung, die zumindest die knappe Wirtschaftlichkeit garantieren soll. Dieses System habe sich als nicht zielführend erwiesen. Der Bundesrat will deshalb das System verändern. Er will die Verunsicherung im privaten Sektor des Solarzubaus teilweise kompensieren. Für den SSES gehen die Vorschläge des Bundesrats allerdings nicht weit genug.

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Mehr Investitionszuschuss gefordert

Der Verband fordert zusammen mit dem Fachverband VESE im Rahmen der Vernehmlassung zur Energieförderungsverordnung (EnFV) deshalb als Sofortmaßnahme eine Erhöhung der Einmalvergütungen sowie die Beseitigung struktureller Hemmnisse für den Zubau. Dieses sollte höher ausfallen als vom Bundesrat vorgeschlagen. Diese Maßnahme sei besonders wichtig für Anlagen mit wenig oder ohne Eigenverbrauch.

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Zwei Anlagen auf einer Fläche möglich machen

Zudem fordert die SSES eine neue Regelung, die es ermöglicht, dass bestehende Großanlagen nachträglich geteilt werden können – einen Generator für den Eigenverbrauch und einen für die Volleinspeisung. Dazu müsste eine Obergrenze bei den Messkosten eingezogen werden. Zudem sollten die höheren Kosten für eine dann notwendige Anschlussverstärkung anrechenbar sein.

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Regularien vereinfachen

Doch es sind nicht nur rein finanzielle Anreize, die die SSES als notwendig für die Beschleunigung des Ausbaus erachtet. Auch strukturelle, regulatorische und kommunikative Bremsen müssen gelöst werden. „Komplexe Regulierungen und Bürokratie, widersprüchliche politische Botschaften und volatile Spotmarkttarife verunsichern Private und kleine und mittlere Unternehmen – KMU –, die mit ihren Anlagen zur Energiewende beitragen, nachhaltig“, kritisiert der Verband. Er fordert deshalb Planungssicherheit. So müssen die Grundlagen der Förderung und der Amortisation über mehrere Jahre hinweg stabil bleiben. Sie dürfen sich nicht ständig verändern.

Zudem fordert der SSES Rechtssicherheit. Ein Betreiber einer Solaranlage muss darauf vertrauen können, dass die rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen während des Anlagenbetriebs verlässlich bleiben. Mit Blick auf die Investitionssicherheit fordert der Verband zudem eine Vereinfachung der Regeln. Sie müssen auf eine A4-Seite passen und es muss für Laien verständlich erklärbar sein, wie sich eine Anlage amortisiert. (su)