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DHP überdacht Klärwerk mit 3,6 Megawatt faltbarer Solarleistung

Der Schweizer Systemanbieter DHP Technology hat das nach eigenen Angaben bisher größte solare Faltdach gebaut. Mit einer Modulfläche von mehr als 23.000 Quadratmetern überspannt die Anlage die Abwasserreinigungsanlage von ARA Thunersee in Uetendorf, nordwestlich der Stadt Thun in der Zentralschweiz. Das Besondere: Die Module werden nicht fest aufgeständert. Dadurch kann sich die Solarüberdachung basierend auf der bewährten Schweizer Seilbahntechnik bei extremen Wetterbedingungen wie Sturm, Schnee oder Hagel automatisch zusammenfalten.

Viel Ertrag im Winter

Dies schützt nicht nur die Module, die bei solcher Witterung ohnehin keinen Strom liefern würden – ohne Eingriffe in die laufenden Prozesse der Abwasseranlage. Es erhöht auch den Stromertrag, primär im Winter. Denn dann liegt kein Schnee auf den Modulen und sie können an kalten, sonnigen Tagen umso mehr Strom erzeugen. Die Anlage ist damit Teil der Winterstromstrategie, die die Schweizer Regierung schon länger verfolgt.

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Flächen doppelt nutzen

Außerdem werden die bestehenden Infrastrukturflächen doppelt genutzt – für die Abwasserreinigung am Boden und die Solarstromproduktion darüber. „Dieses Projekt zeigt, wie wir die Energiewende pragmatisch und wirkungsvoll voranbringen können“, sagte Ingo Schoppe, Geschäftsführer der ARA Thunersee. „Wir nutzen bestehende Flächen intelligent und leisten damit einen aktiven Beitrag zu Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz. Das Solarfaltdach stärkt unsere energetische Unabhängigkeit und dient als Vorbild für andere Infrastrukturanlagen“, ist er sich sicher.

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Sonnenstrom für den Eigenverbrauch

Mit der installierten Leistung von 3,6 Megawatt liefert die Anlage jährlich rund drei Gigawattstunden erneuerbaren Strom. Ein großer Teil davon wird direkt vor Ort genutzt – ein wichtiger Schritt in Richtung Eigenversorgung und nachhaltiger Anlagenbetrieb. „Die ARA Thunersee beweist, dass Infrastruktur Teil der Energiezukunft ist“, sagte Gian Andri Diem, Geschäftsführer von DHP Technology. „Dieses Projekt zeigt das große Potenzial von Energieproduktion auf bestehenden Flächen. So schaffen wir Fortschritt, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen“, betont er.