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Stadtwerke Straubing ergänzen Hackschnitzel um solarelektrische Direktheizung

Das Fernwärmewerk der Stadtwerke Straubing wurde viele Jahre mit Holzhackschnitzeln befeuert. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt brannten bisher jede Woche etwa 130 Kubikmeter Hackschnitzel in den Kesseln der Anlage, um die Wärmeversorgung sicherzustellen. Das kostet viel Geld. Die steigenden Brennstoffkosten haben den Versorger dazu animiert, über die zusätzliche Nutzung von Sonnenenergie nachzudenken und die vorhandenen Dachflächen konsequent zu nutzen. Ziel war es, überschüssige Solarenergie direkt in Wärme umzuwandeln und damit die bestehende Biomasseanlage zu entlasten – bewusst unabhängig vom öffentlichen Stromnetz und ohne zusätzliche Netzinfrastruktur.

Neue Solaranlage aufs Dach gebaut

Die Leistungssteller sorgen dafür, dass das Maximum an Solarertrag in der Wärme landet.

My PV

Die Leistungssteller sorgen dafür, dass das Maximum an Solarertrag in der Wärme landet.

Deshalb haben sich die Stadtwerke für den Bau von Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 32 Kilowatt auf den Dächern des Fernwärmewerks entschieden. Der produzierte Sonnenstrom fließt direkt in elektrische Heizstäbe, die die Wärmeproduktion aus der Biomasse ergänzen. Um das Maximum des Sonnenstroms zu nutzen, wird die elektrische Wärmeproduktion durch den Leistungssteller AC Thor des österreichischen Herstellers My PV gesteuert.

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Jede Kilowattstunde nutzen

Der Vorteil solcher Leistungssteller ist, dass die Wärmeproduktion schon bei geringer Leistung aus der Solaranlage startet und so jede Kilowattstunde Sonnenstrom genutzt werden kann. Neun solcher Leistungssteller haben die Installateure montiert, um die neun Einschraubheizelemente von My PV mit einer Leistung von jeweils drei Kilowatt zu steuern. Diese wurden direkt in die drei Pufferspeicher mit einem Volumen von jeweils 20 000 Litern eingebaut – jeweils drei in einen Speicher.

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Dazu mussten speziell gefertigte Flanschplatten in die vorhandene Einstiegsluke der Speicher eingebaut werden, in die wiederum die Heizelemente eingeschraubt sind. Dadurch konnte die Lösung ohne aufwendige Umbauten oder Eingriffe in die bestehende Speicherstruktur umgesetzt werden.

Solarmodule direkt angeschlossen

Jeder Leistungssteller ist mit jeweils zwei Strings verbunden. In diesen beiden Strings sind jeweils vier Solarmodule in Reihe geschaltet. Die Besonderheit ist, dass diese Module ohne Wechselrichter auskommen. Denn sie sind nicht ans Netz angeschlossen. Der Gleichstrom aus den Solarmodulen wird direkt in Wärme umgewandelt. Es gibt weder eine Einspeisung ins öffentliche Netz noch einen Netzbezug für diesen Teil der Photovoltaikanlage. Durch diese direkte Gleichstromnutzung entstehen keine Umwandlungsverluste durch Wandlung in Wechselstrom, was die Systemeffizienz deutlich erhöht und die Technik zugleich vereinfacht. (su)