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Greenpeace versorgt Wohnblock in der Ukraine mit E-Wärme

Das 2022 während der russischen Besatzung schwer beschädigte Mehrfamilienhaus in Trostjanez (Ostukraine) wurde vollständig erneuert und mit moderner Heiztechnik aus Wärmepumpen und Solarstrom ausgestattet. Das Pilotprojekt für nachhaltigen Wiederaufbau zeigt, wie europäische Hilfen die Wärmeversorgung in der Ukraine sicher, bezahlbar und unabhängig machen kann.

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Gas und Kohle als Wärmeträger

Die Ukraine deckt den Wärmebedarf aktuell weitgehend aus Erdgas und Kohle. Durch Russlands Aggression wurden etwa 60 Prozent der Gasversorgung lahmgelegt. Viele ukrainische Haushalte durchleben erneut einen schwierigen Winter.

Ukraine: Solartechnik wichtig für Resilienz und Wiederaufbau

Das fünfstöckige Haus mit 60 Wohnungen wurde seit Ende 2023 erneuert und energetisch saniert. „Das Pilotprojekt zeigt, wie wichtig der dezentrale und resiliente Wiederaufbau mit erneuerbaren Energien statt fossilem Gas ist“, sagt Andree Böhling, Projektleiter bei Greenpeace.

Wärmepumpen und Solarenergie versorgen ein großes Wohngebäude vollständig – erstmals in der Ukraine. Böhling fordert: „Solche Lösungen sollten beim Wiederaufbau mit EU-Finanzierung gegenüber Gasheizungen priorisiert werden.”

Blaupause für grünen Wiederaufbau

Die neue Heizungsanlage umfasst unter anderem fünf Wärmespeicher mit jeweils rund 2.000 Litern sowie einen Wärmetauscher für Warmwasser. Die Investition für das Heizsystem betrug 218.000 Euro.

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Das Projekt soll helfen, den 2023 von der Stadt Trostjanez entwickelten „Masterplan für grünen Wiederaufbau“ umzusetzen. Ziel ist es, Konzepte für eine nachhaltige Wärmeversorgung in großen Wohngebäuden zu etablieren und die Stadt zum Modell für die Ukraine zu machen.

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Trostjanez liegt nur rund 35 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Trotz der Angriffe ist die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner gestiegen. „Wir wollen Wiederaufbau, der unsere Gemeinde stärker und unabhängiger macht,” sagt Bürgermeister Yuriy Bova. „Das sanierte Wohngebäude beweist, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien auch im Krieg möglich ist. Es gibt den Menschen etwas Wesentliches: Das Gefühl eines Zuhauses, das warm und vor Bedrohungen geschützt ist.”

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Die Umsetzung des Pilotprojekts wurde durch die Kunden von Green Planet Energy finanziert und von der Umweltstiftung Greenpeace als Förderpartner ermöglicht. Experten von Consulting IC Ukraine und CES Clean Energy Solutions begleiteten das Projekt. (HS)

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