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Speichermarkt 2025: 600.000 neue Batteriesysteme installiert

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland knapp 600.000 Speicher mit einer Gesamtkapazität von rund 6,5 Gigawattstunden neu in Betrieb genommen. Die teilt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis aktueller Zahlen mit. Dies entspricht einem leichten Wachstum im Vergleich zu 2024 von etwa fünf Prozent.

Doch wie auf dem Photovoltaikmarkt auch, gibt es eine Verschiebung bei den Marktsegmenten. So dominierten in den vergangenen Jahren die Heimspeicher den Zubau. Doch während die Nachfrage nach Heimspeichern gegenüber 2024 um rund acht Prozent zurückging, boomte der Markt für neu installierte große Batteriespeicher der Megawattklasse. Der BSW-Solar hat eine Verdopplung des Zubaus im Vergleich zu 2024 registriert. Auch der Markt der Gewerbespeicher nimmt Fahrt auf. Hier stieg der Zubau im Jahr 2025 um rund 30 Prozent im Vergleich zu 2024.

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2,4 Millionen Speicher sind am Netz

Damit hat sich die Speicherkapazität in Deutschland nach Angaben des Verbandes in den vergangenen fünf Jahren verfünffacht. Inzwischen sind 2,4 Millionen Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von mehr als 25 Gigawattstunden in Betrieb. In den meisten Fällen wurden sie in Kombination mit einer Photovoltaikanlage installiert, um den selbst erzeugten Solarstrom rund um die Uhr nutzen zu können.

Ausbau mehr als verdoppeln

Das installierte Speichervolumen reicht rechnerisch aus, um den durchschnittlichen privaten Tagesstromverbrauch von über drei Millionen modernen Zwei-Personen-Haushalten in Deutschland zu speichern. Nach Einschätzung des BSW-Solar müsste der jährliche Ausbau von Batteriespeicherkapazitäten jedoch mehr als verdoppelt werden, um die Stromversorgung in den kommenden Jahren effizient und weitestgehend auf erneuerbare Energien umzustellen. Dafür bedürfe es einer weiteren Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen, fordert der Verband.

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100 Gigawattstunden bis 2030 notwendig

Denn trotz der erfreulichen Zuwächse ist der Speicherausbau noch längst nicht im Rahmen der Notwendigkeit, die die Energiewende fordert. Die Analysten vom BSW-Solar haben ausgerechnet, dass bis 2030 das angeschlossene Volumen aller Batteriespeicher auf rund 100 Gigawattstunden anwachsen muss. Die würde bedeuten, dass der Ausbau jedes Jahr im Durchschnitt bei 15 bis 18 Gigawatt liegt. „Damit Speicher ihr volles Potenzial entfalten können, sollten Netzanschlussverfahren beschleunigt werden und Netzentgeltregeln künftig Anreize zur Systemdienlichkeit enthalten“, schlägt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, vor. „Zudem müssen schnell massengeschäftstaugliche Prozesse geschaffen werden, unter anderem durch Digitalisierung bei den Netzbetreibern, und Speicher müssen lösungsorientiert in den Redispatch integriert werden“, sagt Körnig.

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Weiteres Wachstum erwartet

Er geht davon aus, dass auch in diesem Jahr der Markt für Großspeicher wächst. Im Heimsegment werde die weitere Investitionsbereitschaft stark von der Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens für die Photovoltaik und für Wärmepumpen abhängen, stellen die Verbandsexperten klar. Für ihre Nutzer sei die Kombination aller drei Energiewendetechnologien von besonderem Vorteil. (su)